Gordon Setter Knockraheen`s

Willkommen in der Lüneburger Heide

Über die Zeit mit dem Sechserrudel

Schmerzlich muss ich gestehen, wir kommen erstmals hart an unsere Grenzen. Einem Rudel aus sechs Hunden, zwei erwachsene Hündinnen, die vor dem Brut- und Setzzeit Koller stehen und vier Junghunden, werden wir nicht gerecht. Die Zeit des Erlebens, Erforschens, aber auch des Lernens und Arbeitens sollte jetzt beginnen.  

Vielleicht setze ich uns zu sehr unter Druck, vielleicht flüstert mein Perfektionismus mir ins Ohr: Das musst du noch, das solltest du noch und das könntest du noch mit den Zwergen arbeiten.

Immer begleiten mich Gedanken: wenn du nicht die richtigen Menschen findest, wie geht es dann weiter.

Wir machen das Beste aus unserer hundereichen Zeit. Morgens nehme ich abwechselnd Amea,Ace, Aye oder Artis mit auf unsere Morgenrunde. Es ist zu schön zu beobachten, dass jedes Erdloch, jeder Käfer,jede Windbewegung und jeder Schmetterling aufregende Entdeckungen sind. Unsere Runde wird von den Kilometern her kürzer, aber der Zeitfaktor vervielfältigt sich.                        

In dieser Zeit geht Frank mit den Daheimgebliebenen und erfreut sich an der Gruppenpower. Wir üben den Rückruf, sitz und ablegen. Wenn wir die Bande schon länger haben, dann sollen sie auch die Möglichkeit haben zu lernen. Schade, dass ein Tag nur 24 Stunden hat. Wir fahren an den Hundestrand, in die Heideflächen, besuchen das Haus am Landtagsplatz, kurzum wir versuchen soviel Input zu geben, wie es mit sechs Hunden möglich ist.


Aus unseren Pummelchen haben sich wunderschöne, kraftvolle Junghunde entwickelt, an den Beinen bauen sich die ersten Fahnen auf, ich glaube unter Fellmangel wird keiner von ihnen leiden.

Unser Leben steht unter dem Motto....Wir leben Hunde..... Inzwischen haben sie fast das ganze Grundstück für sich eingenommen, nur mein wiederbelebter Bauerngarten, die Mondlandschaft der Welpen, der ist tabu. Wir sind inzwischen Dorfgespräch nach sechzehn Wochen und noch immer sechs Hunden.

In der siebzehnten Woche kommen auf einmal Anfragen nach- oh Wunder- Rüden.

Nun sind wir sogar in der exklusiven Situation, die Menschen für unsere Jungs aussuchen zu können.  

Ace, unser Freigeist findet sein Setterheim in Freiburg. Freigeist, weil Ace schon mit zehn Wochen unseren Spaziergang für beendet erklärte und nach Hause ging, ganz allein. Trotz Rufen, Säuseln, Pfeifen, trotz Auto und kläffendem Hund.......der kleine Mann ging!!!

Die Freiburger verlieben sich in unsere kleine Persönlichkeit, wir lassen ihn gern nach Freiburg ziehen, aber was soll ich sagen..........die Tränen fliessen.

 

Aye, unser Erstgeborener, zieht mit 18 Wochen zu meiner Freundin ins Havelland. Mister Kuba, so genannt, weil er mit einer Kaustange im Mundwinkel gern herumläuft, ist ein sehr wachsamer Rüde. Er fiel in dem Wurf durch seine dunkle Färbung und den tiefroten Brand jedem sofort auf.


Viele verliebten sich in ihn, aber der oder die Richtige waren nicht dabei. Er passt perfekt zu Bine und ihrer alten Gordon Setter Dame Black Devil´s Yuma, genannt Nikita. Ich hoffe von Herzen, dass die Drei noch eine gute Zeit miteinander haben. Ich bin glücklich, dass Aye zu Bine geht und trotzdem..........die Tränen fliessen. 

Für uns steht fest, wir wollen keine Abschiede mehr, Artis und Amea bleiben bei uns.


Ob es eine vernünftige Entscheidung ist? Mmh, dazu schreibe ich in zwei Jahren!!